Die Aktive Mikrofluidische Separation (AMS) konzentriert sich auf massenfertigbare Technologien für die medizinische Diagnostik und Therapie und vereinfacht das Forschungs– und Laborleben.
INNOVATIONSFORUM am 23.09. – 24.09.2021

Technologie zur hochreinen Abtrennung bzw. Sortierung von Zellen und anderen Partikeln aus Mischflüssigkeiten

Einsetzbar im Labor oder direkt am Patienten (POC) für Diagnostik und therapeutische Anwendungen

Anbahnung von Kooperationen zwischen potentiellen medizinischen Anwendern und Entwicklern der AMS-Technologie

Eine Partnerschaft zwischen Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden und INNOcentric GmbH

Faster | Cheaper | smaller

Die schnell einsatzbereite und kostengünstige Technologie liefert im Vergleich zu herkömmlichen Separationstechnologien wie der Ultrazentrifugation blitzschnelle Ergebnisse.
Je nach Anwendungsgebiet und geforderten Stückzahlen des Lab-on-a-Chip-Baukastensatzes im Mikroformat, liegt die Preisspanne im Bereich der halbleiterbasierten Technologien.

%

weniger Prozess-Zeit

%

weniger Betriebs- und Materialkosten

%

geringeres Investment

Im Labor stellt sich die AMS-Plattformtechnologie klassischen Trennverfahren wie der Dichtezentrifugation oder die Dielektrophorese entgegen. Neu ist, dass keine aufwendigen Vorbereitungen mehr getroffen werden müssen. Durch die gewonnene Zeiteinsparung kann sich das Laborpersonal anderen wichtigen Aufgaben widmen.

Technologie

Die Aktive Mikrofluidische Separation (AMS) ist eine Technologie, welche eine hochreine Sortierung von organischen (Zellen, Biomoleküle) oder anorganischen (magn. Beads, Bio-marker) Elementen ermöglicht.

Partikel können nach Größe aus Medien wie Blut, Urin, Speichel, Schweiß, Liquor oder aus Zellkulturüberständen wie bspw. in Bio- oder Rührreaktoren oder Petrischalen herangezüchtete Substanzen, in deren Bestandteile im Mikromaßstab sortiert werden. 

Solche Aufreinigungs- bzw. Zellseparationsprozeduren können passive mikrofluidische Komponenten, basierend auf Filtern oder hydrodynamischen Prozessen, derzeit nicht in der geforderten Qualität leisten.

Präzise Selektion

Präzise Selektion

Bereits heute ist eine Separation von Partikelfraktionen zwischen 1µm und 30µm im Labor per Durchflussverfahren möglich.

Experimente zur Auftrennung von 100 nm bis 100 μm großen Partikeln werden momentan durchgeführt.

Integrierbare Technologien

Integrierbare Technologien

Die Bio-Chips lassen eine modulare Integration anderer Mikrotechnologien über gängige Hard- und Software-Schnittstellen nach Good Manufacturing Practice (GMP) zu. Dies ermöglicht eine breites Anwendungspektrum integrierbarer Technologien wie mikrospektroskopische Untersuchung oder die Diagnose mittels halbleiterbasierter Assays.

Geringe Probenumfänge

Geringe Probenumfänge

Um die 50µL reichen aus, um Fraktionen aus Zellen, Bakterien oder extrazellulären Vesikeln zu bilden.

Probenumfänge von wenigen Mikrolitern erweitern das Anwendungsspektrum auf knapp vorhandene Flüssigkeiten wie Liquor.

Anwendungsfelder

Aktives Mikrofluidisches System

Grundlegende 
Lab-on-a-Chip Abläufe

Diagnostische Technologien / MedTech

MedTech Anwender

Einsatzszenarien

In Gesprächen mit rund zwanzig Experten, haben sich schon einige Themen verdichtet, über welche es sich lohnt auf dem Forum zu diskutieren:

  • Auftrennung von Erythrozyten, Leukozyten und Thrombozyten aus Vollblut mittels akustofluidischer Separation. Dieses Verfahren wurde schon mit einem der größten deutschen Blutspendediensten validiert (hier mehr erfahren)
  • Aufreinigung von Leukozyten mit nachfolgender Zellanalytik und anschließende Aussortierung ausgewählter Einzelzellen.
  • Abtrennung von extrazellulären Vesikeln (Zellschrott und Exosomen)
Aber auch diagnostische und therapeutische Ansätze sind denkbar:
Point-of-Care

Point-of-Care
Diagnostics

Ziel ist es, bisherige Diagnostik aus dem Labor nahe an den Patienten zu bringen. Hierzu wird eine Verkleinerung bestehender Analytik auf Mikromaßstab zu mindestens der gleichen Qualität angestrebt.

So müssen Proben keine weiten und langandauernden Wege ins Labor auf sich nehmen, um dort aufwendig aufgereinigt und analysiert zu werden.

Deswegen wird auch die nachgelagerte mikrofluidische Analytik am Patienten adressiert, denn eine schnelle Diagnose kann für den Patienten eine lebensrettende Maßnahme darstellen.

Vor- und Nachselektion von Zellen in der Forschung und im Labor

Vor- oder Nachselektion von Zellen in der Forschung und im Labor

Ebenso wird das Leben der forschenden Mikrobiologen vereinfacht. Durch eine genaue Vor- oder Nachselektion von Zellen können neue Biomarker zur Validierung herangezogen werden oder bestimmte Zellen gleich direkt für einen Assay verwendet werden.

Beispielsweise können Zellen für digitale PCRs vorselektiert werden oder Partikel für nachgeschaltete DNA- oder RNA-Analysen aufgereinigt werden. 

Gen- und Einzelzelltherapieansatz

Gen- und Einzelzell-Therapieansatz

Einzelzellanalysen und –manipulation bieten völlig neue Anwendungsszenarien, z.B. in der Gentherapie, welche heute so noch nicht oder zumindest nur mit deutlich höherem Aufwand und deutlich ungenauer möglich sind.

Mit der Separation von Zellen werden neue Wege für die Stammzellen- oder Immuntherapie eröffnet. Die kostengünstige Aufreinigung im Durchflussverfahren machen Therapien in der Hämatologie bzw. Hämatoonkologie besonders attraktiv.

Innovationsforum

23. und 24. September 2021 in Leipzig

Information

Ziel des Innovationsforums AMS ist es, Netzwerke zwischen kommerziellen Anbietern mikrofluidischer Technologien und Entwicklern innovativer diagnostischer und therapeutischer Verfahren auf Einzelzellniveau zu bilden und zu stärken, um qualitativ bessere, schnellere und kostengünstigere diagnostische Verfahren für die Medizin von morgen zu entwickeln.

Die Mikrofluidik hat großes Potential für die Beschleunigung und Vereinfachung diagnostischer und zellbasierter therapeutischer Verfahren, weil sie den Zeit- und Kostenaufwand für zentrale Labore und die damit verbundene Logistik spart. Einzelzellanalyse und –manipulation wiederum bieten völlig neue Anwendungsszenarien, z.B. in der Gentherapie, welche heute so noch nicht oder zumindest nur mit deutlich höherem Aufwand und deutlich ungenauer möglich sind.

Unser Weg Ihr Ziel

1. In vorgelagerten Workshops haben wir mit Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft Anwendungsmöglichkeiten voreruiert.

2. Auf dem Forum werden wir diese Anwendungsmöglichkeiten einfließen lassen und neue Lösungsansätze und Herausforderungen erarbeiten. Dabei werden unter anderem Vertreter aus der Mikrofluidik-Branche und aus dem Anwenderbereich des Point-of-Care alle zentralen Fragen mit Ihnen diskutieren.

3. Im Nachgang werden Verwertungsstrategien erarbeitet, um mögliche Konsortien oder Start-Ups zu bilden.

*Das Programm wird an die Teilnehmer fortlaufend angepasst (Stand 26.08.2021).
Falls Ihnen das alte Programm angezeigt wird, aktualisieren Sie ggf. Ihre Cookies (Umschalt + F11) nach dem Aufrufen der PDF im Browser.

 

Tag 1

12:30 Beginn der Veranstaltung

13:00 Keynotes: Tech2Med meets Med2Tech

14:00 Vorstellungsrunde: Vorstellung eines jeden Teilnehmers in 2min und einer PowerPoint-Folie

16:15 Organisiertes Kennenlernen: Koordinierte Einzelgespräche auf Basis Ihrer Interessen

18:00 Ende des ersten Workshoptages

19:30 Abendveranstaltung an einem der schönsten Orte Leipzigs

Tag 2

09:00 Begrüßung und Finanzierungsmöglichkeiten für medizintechnische Projekte

09:20 Clustersession: Entwicklung von Projektansätzen

12:15 Mittagspause, Networking und Ende der Veranstaltung

13:00 Optional: Verwertungsstrategien einzelner Projektansätze

15:00 Ende des zweiten Workshoptages und Abreise


Hier vorregistrieren (Klick)


Die Plätze sind begrenzt. Deswegen gleichen wir die Passfähigkeit Ihrer Kompetenzen mit dem Gesamtvorhaben ab und melden uns bei Ihnen zeitnah zurück. 

 

Datum:

23.09.2021 – 24.09.2021

Ort und Anfahrt:

Park Hotel Leipzig
Richard-Wagner-Str. 7
04109 Leipzig

Hotels:

Das Park Hotel Leipzig bietet Einzel und Doppelzimmer für 90€ bis 105€. Bitte nutzen Sie folgenden Buchungslink bzw. den Buchungscode INNOcentric. Das Abrufkontingent verfällt am 23.08.2021.

Kosten:

Die Teilnahme ist für Sie kostenlos (wird vom BMBF gefördert)

*Vor Ort oder digital? Natürlich wünschen wir uns intensive Kooperationsgespräche in Form einer Präsenzveranstaltung, haben Sie jedoch bitte Verständnis, dass wir uns vorbehalten die Veranstaltung auch online durchzuführen.

AnsprechPartner

Peter Häfner
Kooperationsentwicklung

| Projektleitung Innovationsmanagement und Funding

INNOcentric GmbH

Dr. Stefanie Hartmann
Business Modelling Acoustofluidics
|
Geschäftsentwicklung

Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung

Dr. Andreas Winkler
Technologie Acoustofluidics
| Produktentwicklung

Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung

Sascha Mühl
Kooperationsentwicklung
| Partnerbetreuung Analytik und  Innovationsmanagement

INNOcentric GmbH

Partner werden

Wer kann Partner werden?

Neben Anbietern von mikrofluidischen Technologien, werden zwei Fokusgruppen anvisiert: 

Hersteller- und Entwickler klinischer Diagnostik als Integratoren:
Entwickler von Analytik aus Industrieunternehmen, etablierten Start-Ups oder Forschungsinstituten, welche

  • Separationstechnologien vor- oder nachschalten müssen bzw.
  • Zellaufreingungen integrieren möchten oder 
  • aktive Bio-Chips in der medizinischen Analytik (bspw. Sensorik) anbieten oder beforschen.


Stellen Sie schon vorab Fragen zur Technologie oder reichen Sie Ihren Use-Case oder Ihren Kooperationsansatz ein. 

Anwender als Problem- oder Lösungsgeber:
Technologieaffine Ärzte, Forscher in der Medizintechnik und Mikrobiologie oder Mikrobiologen, welche

  • Aufreinigungs- bzw. Separationslösungen für ein bestimmtes Anwendungsfeld suchen und noch vor ungelösten Problemen stehen,
  • Erfahrungen oder Interesse in der chip-basierten Analytik von flüssigen oder verflüssigten Körpermedien haben.
  • Leiten Sie die 4. industrielle Evolutionsstufe in der In-Vitro Diagnostik ein – die Dezentralisierung des Labors

Reichen Sie Ihr Problem und die damit verbundenen Herausforderung schon vorab ein. 

Unterstützer